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Nachbetrachtung: Altstadtfest Hückeswagen 2009

Nachbetrachtung: Altstadtfest Hückeswagen 2009

Das in wird als “…das …” bezeichnet. Da lohnt sich eine Nachbetrachtung, und vielleicht stimmt es?

Nachdem nun die letzten Lobeshymnen über das 34. in verklungen sind, schauen wir uns die Details einmal an. Ein Fest beinhaltet irgendeinen Grund, für das es sich lohnt zu feiern. Die kennen in der Regel den Anlass, und ab und zu wird auch gratuliert, z. B. bei Geburtstagen, oder auch , wo wir uns alle ein “Fröhliche ” zuschmettern. Und nun das in . Wer der Meinung ist, es handelt sich um einen größeren Trödelmarkt, hat nicht ganz unrecht. Wenn es jedoch so wäre, wäre es aber nicht “…das …”.

Der Bürgermeister brachte es vielleicht auf den Punkt. In seiner Eröffnungsansprache erwähnte er “…wer feste arbeitet, darf auch feste Feiern…”. Angesichts von Kurzarbeit und Wirtschaftskrise geht aber nicht jeder feste arbeiten. Und die Standbetreiber der Trödelstände konnten weder das eine noch das andere. Sie standen hinter ihren Tischen und harrten der Dinge die da kommen sollten.

Machen wir es kurz: es war von allem ein bisschen. Ein wenig Trödelmarkt, ein wenig Unterhaltung, manch einer traf sich mit Freunden und Bekannten, und manch einer schaute zu tief ins Glas.

Um als auswärtiger zu verstehen, warum dem eine solch hohe Bedeutung zugesprochen wird, dafür müssen Sie hier aufgewachsen sein. Punktuell waren jedoch große Highlights vorhanden. Da gab es zunächst einmal zwei Bühnen. Eine auf dem Schloß, und eine auf der Islandstraße, unterstützt von der Bergischen . Über die auf dem wurde hier auf hueckwagazin.de schon berichtet. Die etwas kleinere auf der Islandstraße war phonetisch als auch lichttechnisch der weit überlegen. Vor allem Samstagabend ging hier richtig die Post ab.

Durch die Islandstraße schoben sich an beiden Tagen tausende von Menschen. Es gab nette Stände, freundliche Leute, aber auffällig war die Ruhe. Für ein Fest schon fast unheimlich. Toll sind natürlich die Stände bzw. Decken der Kinder. Sie frischen das allgemeine Bild drastisch auf. Ein größeres Aha-Erlebnis gab es dann am zukünftigen . Die Verantwortlichen hatten die Türen des Hauses speziell für Kinder geöffnet, die dieses Angebot auch dankend annahmen. Der wurde von einer schon fast seltsam anmutenden Fröhlichkeit und Vertrautheit empfangen. Hier fühl ich mich wohl, hier bleibe ich, so könnte man die Atmosphäre beschreiben. Und Respekt an den Vorstand des Kulturhauses , sich nur mit einem kleinen Info-Tisch zu präsentieren. Mancher Veranstalter hätte hier störende Plakate zur Eigenwerbung benutzt, oder sonstige nutzlose Aktionen gestartet. So aber integrierten sich die Vorstandsmitglieder unauffällig in den ganzen Trubel. Dafür von unserer Seite Daumen hoch.

Was in geht, würde in anderen Städten unterbunden werden. Nämlich die freie Teilnahme der Einwohner am Geschehen. So fanden sich zahlreiche kleine Aktionsplätze abseits der offiziellen Standplätze. Gefunden haben wir z. B. einen Blasrohr-Stand, während in einer anderen Nebenstraße Stühle und Bänke provisorisch aufgestellt, und Kaffee und Kuchen angeboten wurde. Es ist einfach ein Erlebnis hier durch die Innenstadt zu schlendern.

Aber alle Wege führen nicht nur nach Rom, sondern auch zum nach . In der Schloßzufahrt säumten etliche Stände der heimischen Vereine den Wegesrand. Ob Tennisverein, Stadtsportverband, oder Rappelkiste. Alle trugen irgendwas und irgendwie zur Unterhaltung der bei.

Auf dem fand dann das eigentliche Programm statt. Hier präsentierten sich die Vereine mit ihren Möglichkeiten, aus Etaples-Sur-Mer und brachten ihre Sicht der Dinge näher. Es gab die kulturelle volle Breitseite in Form von Musik, Tanz und Showeinlagen.

Und jetzt stehen wir wieder vor der Frage: Ist es “…das …” oder geht es eher darum “…gebt dem Volk Brot und Spiele…”? Es sind die Details die fehlen. Diese liebevollen Accessoirs, welche ein Bild erst komplett machen. Der große Rahmen steht perfekt, keine Frage. Aber ein Fest bedeutet auch mitmachen. Den Gast einzubinden in Abläufe, ihn teilhaben zu lassen an das, was gefeiert werden soll. Und einen Grund etwas zu feiern gibt es immer. Dafür müsste er aber formuliert und ausgesprochen werden. Den ansonsten bleibt es für auswärtige “nur” ein größerer Trödelmarkt mit ein wenig Beiprogramm. Und das wird den vielen Akteuren und Mitmachern angesichts der geleisteten Arbeit nicht gerecht.

Freuen wir uns auf das 2010.

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1 comment to Nachbetrachtung: Altstadtfest Hückeswagen 2009

  • Norddeutsch

    Ich lese jetzt seit 2 Stunden, mit Unterbrechung, auf Euerem Magazin. Ihr haltet den Stil hoffentlich durch, denn solche Seiten sind eine Wohltat. Prima gefiel mir der Ablauf über den RS09 gut. Auch so kann Fussball erklärt werden, und ich musste herzhaft lachen, nachdem ich es verstanden hatte.

    Aus DER Hansestadt des Nordens grüßt Joachim

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