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guenni Rä-Te-Ma-Teng 2010

Nachruf: An Andreas

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Die Nachricht von Deinem Ableben traf mich unvorbereitet. Unser letztes Beisammensein im Jahr 2002 stand auch nicht unter einem guten Stern, und unser letztes Telefonat 2008 war auch gleichzeitig unser letztes. So bleibt nur die Erinnerung.

Wir wollten zusammen die Welt erobern, allen den Arsch aufreißen. Du nahmst mich bei Deiner Pilotenausbildung oft mit, und zeigtest mir die Welt von oben. Vielleicht wollten wir manchmal zuviel, aber für uns gab es irgendwie nie zuwenig. Du gehst zu früh aus diesem Leben, andere hätten es eher verdient.

Erinnerst Du dich an:

– unsere legendäre Rundreise über NRW? Als wir in 1500m Höhe genüßlich frühstückten, während der Autopilot uns führte. Wir saßen wie Graf Koxx in der Kanzel, mit einem erhabenen Gefühl schauten wir auf die Erde nieder

– unser nächtlicher Anflug auf den Flughafen Düsseldorf? Du sprachst zu Deinem Fluglehrer, das der Lotse ein Idiot sei, und hattest dabei versehentlich das Mikro an

– an unsere wilden Fahrten zum Windsurfen nach Renesse? Ich habs Dir nie gesagt, aber Du standest wie ein Fischstäbchen auf dem Board

– an die legendäre Windsurfing – Pfingstfahrt 1987, als Du mit Deinem Hymer bis zur Achse im Matsch standest? Und wir dann bei Windstärke 9 übers Wasser fegten. Ausgepowert, hungrig, aber wir waren die glücklichsten und zufriedensten Menschen dieser Erde

– an unsere wilde Truppe mit bis zu 15 Windsurfern, die sich fast jedes Wochenende aufmachte Richtung Renesse, um mit Wind und Wellen zu spielen

– unseren Auftritt 1988 beim Kreiswehrersatzamt in MG, als man mich aus heiterem Himmel zur Bundeswehr holen wollte. Wie war noch Dein Satz: „…Du und Bundeswehr…das überlebt keiner von Euch. Da müssen wir was drehen…“. Und wir haben gedreht. War das nicht geil, wie wir die Leute aufgemischt haben? Wir kamen bis zur Nato-Stabsführung, und ich musste nicht diesem Verein beitreten

– an den Januar 1988, als wir zum Neujahrssurfen mit 8 Mann zur Nordsee hochfuhren? An diesem Wochenende stand ich zum ersten Mal auf der Schwelle, über welche du jetzt gehen musstest. Ich entschied mich seinerzeit für ein Weiterleben, und überstand so zwei Stunden im Wasser. Du warst der Einzigste, der mit Tränen am Strand stand.

Wir waren nie falsch, wussten aber nicht immer was das richtige ist.

Zum Abschied und als letzten Gruß entsende ich Dir den Song, welchen wir im Flugzeug gesungen haben. Dein ehemaliger Freund: Dieter

Pink Floyd: Mother

Mother do you think they’ll drop the bomb?
Mother do you think they’ll like this song?
Mother do you think they’ll try to break my balls?
Mother should I build the wall?
Mother should I run for president?
Mother should I trust the government?
Mother will they put me in the firing line?
Mother is it just a waste of time?

Hush now baby, baby, dont you cry.
Mother’s gonna make all your nightmares come true.
Mother’s gonna put all her fears into you.
Mother’s gonna keep you right here under her wing.
She wont let you fly, but she might let you sing.
Mama will keep baby cozy and warm.
Ooooh baby ooooh baby oooooh baby,
Of course mama’ll help to build the wall.

Mother do you think she’s good enough — to me?
Mother do you think she’s dangerous — to me?
Mother will she tear your little boy apart?
Mother will she break my heart?

Hush now baby, baby dont you cry.
Mama’s gonna check out all of your girlfriends for you.
Mama wont let anyone dirty get through.
Mama’s gonna wait up until you get in.
Mama will always find out where you’ve been.
Mama’s gonna keep baby healthy and clean.
Ooooh baby oooh baby oooh baby,
You’ll always be baby to me.

Mother, did it need to be so high?

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